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Bewohnter Bestand7 Min. Lesezeit··Von Kevin Nehar

Den Zugang zu den Wohnungen bei einer Sanierung im bewohnten Bestand organisieren

Bei einer Sanierung im bewohnten Bestand scheitert der Terminplan nicht an den Mitteln, sondern an den Türen. Drei verschlossene Wohnungen in einem Aufgang genügen, um eine ganze Kolonne ein zweites Mal kommen zu lassen, für drei Stunden Arbeit. Der Zugang ist also die Ressource, die gesteuert werden muss, vor Personal und vor Material.

Dieser Artikel ist Teil des Leitfadens

Arbeiten im bewohnten Bestand

Der Engpass liegt nicht dort, wo man ihn sucht

Ein Neubau wird nach Gewerk gesteuert: der Maler folgt dem Putzer, die Kolonne wandert von Geschoss zu Geschoss. Im bewohnten Bestand ist die Einheit nicht mehr das Gewerk, sondern die Wohnung. Jede Wohnung ist eine Baustelle im Kleinen, mit eigener Tür, eigenem Bewohner, eigenen Zeiten.

Die Folge ist zwangsläufig: eine Zutrittsquote von 80 % kostet nicht 20 % der Zeit, sondern deutlich mehr. Die verpassten Wohnungen liegen verstreut, sie erzwingen die Rückkehr in einen ganzen Aufgang für eine Handvoll Einsätze, mit demselben Auf- und Abbau. Das ist die Zahl, die jeden Abend zu beobachten ist, noch vor dem Baufortschritt.

Ankündigen: namentlich und mit Rückmeldung

Ein Sammelaushang im Hausflur verpflichtet niemanden und lässt sich nicht nachweisen. Die Ankündigung ist individuell: Name des Bewohners, Wohnungsnummer, genaue Art des Einsatzes, Termine, Zeitfenster und ein während der Bauzeit erreichbarer Kontakt.

Entscheidend ist der Rückmeldeabschnitt. Er bietet drei Felder, und diese drei Felder sind genau die drei möglichen Ausgänge: ich bin da, ich hinterlege meinen Schlüssel, ich lehne den Einsatz ab. Ein am Vorabend zurückgegebener Abschnitt ist mehr wert als eine verschlossene Tür am nächsten Morgen: die Terminlinie verschiebt sich vor der Kolonne, nicht danach.

Schlüssel: ein Register, keine Hosentasche

Die Schlüsselhinterlegung rettet den Terminplan: der Mieter geht arbeiten, die Firma kommt herein, die Leistung wird erbracht. Der Schlüssel muss allerdings wiederauffindbar sein. Ein namentliches Register hält fest, wer was wem an welchem Tag übergeben hat und wann der Schlüssel zurückkam.

Zwei Praxisregeln gehören aufgeschrieben. Der Schlüssel geht an den Mieter zurück, nie an einen Nachbarn oder den Hausmeister ohne schriftliches Einverständnis des Mieters. Und ein am Tagesende nicht zurückgegebener Schlüssel wird noch am selben Abend gemeldet, nicht am Folgetag: ein am nächsten Tag entdeckter verlorener Bund bedeutet einen neuen Schließzylinder, ein um 18 Uhr gemeldeter Bund liegt fast immer im Werkzeugkasten.

Was an der Wohnungstür entschieden wird

Die Kolonne steht vor der Tür und hat drei Minuten, um zu wissen, was passiert. Öffnet der Mieter und die Leistung wird erbracht, geht sie mit einer unterschriebenen Abnahme. Lehnt er ab, geht sie mit einer unterschriebenen Ablehnung, die festhält, was abgelehnt wurde und warum. Ist der Raum nicht geräumt, geht sie mit einer unterschriebenen Haftungsfreistellung oder arbeitet nicht.

Was man nicht tun darf: mit nichts gehen und "das trage ich später ein". Ein Besuch ohne Beleg ist ein Besuch, der nicht stattgefunden hat, sobald der Bauherr Rechenschaft verlangt, und er ist zugleich derjenige, der im Terminplan wieder auftaucht, ohne dass jemand weiß, warum.

Die Zahl für den Abend

Die Zutrittsquote des Tages ist die Zahl der geöffneten Wohnungen geteilt durch die Zahl der geplanten. Aufgang für Aufgang und Gewerk für Gewerk verfolgt, zeigt sie sofort, ob das Problem am Haus B, am Gewerk Sanitär oder am gewählten Zeitfenster liegt.

Eine Quote, die an einem Dienstagvormittag in einem Aufgang bei 60 % hängen bleibt, ist kein Schicksal: oft ist es ein Aufgang mit Berufstätigen, wo Samstagvormittag oder später Nachmittag doppelt so viele Türen öffnen würde. Man weiß es nur, wenn man misst, und man misst nur, wenn die Rückmeldung vom Feld noch am selben Tag eingeht.

Namentlich ankündigen, ein Schlüsselregister führen, jede Tür mit einem Dokument verlassen, abends die Zutrittsquote messen: diese vier Handgriffe brauchen kein ausgefeiltes Werkzeug, sie müssen täglich getan werden. Der Ankündigungsgenerator von FloorScan deckt den ersten ab, kostenlos und ohne Konto. Das Baustellenmodul deckt alle vier ab, ausgehend vom Terminplan.

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