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Erst die kurze Antwort, dann das Detail

DPGF, BPU, DQE: die Vertragsform entscheidet

Man wählt das Dokument nicht, man leitet es ab: Pauschalvertrag oder Rahmenvertrag auf Abruf, die Antwort ergibt sich.

Die Antwort in drei Zeilen

Die DPGF, Aufgliederung des Pauschalpreises, zeigt, wie sich eine bereits festgelegte Pauschale auf die Leistungen verteilt. Das BPU, Einheitspreisverzeichnis, legt einen Preis je Leistungseinheit fest, ohne Mengen zu nennen, für einen Vertrag mit Abruf nach Bedarf. Das DQE, geschätztes Mengenverzeichnis, kombiniert die BPU-Preise mit geschätzten Mengen, allein zur Reihung der Angebote. Klassische Falle: Das DQE bindet die Mengen nicht, es dient dem Vergleich; das BPU bindet die Preise.

Was sie unterscheidet

DPGF

Aufgliederung des Pauschalpreises. Die Summe steht fest; das Dokument zeigt, wie sie sich Position für Position verteilt, damit das Angebot lesbar wird und Nachträge möglich sind.

BPU

Einheitspreisverzeichnis. Ein Preis je Leistungseinheit, ohne genannte Menge. Es ist das Vertragsdokument, das Sie über die gesamte Laufzeit bindet.

DQE

Geschätztes Mengenverzeichnis. Die BPU-Preise mal angenommene Mengen, um einen zwischen Bietern vergleichbaren Betrag zu erhalten. Eine Simulation, keine Verpflichtung.

Wann welches

DPGF

Pauschalvertrag: Der Preis ist fest, die Mengen sind Ihr unternehmerisches Risiko.

BPU

Abruf- oder Rahmenvertrag: Niemand weiß, wie viel abgerufen wird, nur zu welchem Preis.

DQE

Bei der Angebotsabgabe, zur Reihung der Bieter. Danach verschwindet es: Anwendbar bleibt das BPU.

Diese drei Unterlagen gehören zur französischen Vergabepraxis. Andernorts heißen die Entsprechungen anders, stellen aber dasselbe gegenüber: einen Festpreis auf der einen, Einheitspreise auf der anderen Seite.

Häufige Fragen

Kann man einzelne BPU-Preise anhand des DQE aufblähen?

Das ist die klassische Versuchung, und das Risiko ist real: Weichen die tatsächlichen Mengen vom DQE ab, bringt ein aufgeblähter Preis auf einer selten abgerufenen Position nichts, und ein gedrückter Preis auf einer stark abgerufenen Position wird teuer. Auftraggeber achten zudem auf solche Ungleichgewichte.

Woher kommen die Mengen einer DPGF?

Aus einem Vorausmaß an den Ausschreibungsplänen. Genau diesen Schritt verkürzt FloorScan: Flächen und Längen kommen aus dem PDF und speisen die Aufgliederung, statt von Hand abgelesen zu werden.

Und wenn der Plan die Arbeit machen würde?

FloorScan liest ein PDF, liefert Flächen und Längen und exportiert in dem Format, das Ihr Gegenüber erwartet.