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Fallstudie6 Min. Lesezeit··Von Kevin Nehar

Fallstudie: Aufmaß eines Architekten-PDF-Plans in Minuten

Auf Architektenplänen ist der Maßstab nicht immer angegeben, und ein Maßstabsbalken fehlt fast immer. So verarbeitete FloorScan ein echtes A0-Sanierungsblatt mit mehreren Ebenen.

Der Ausgangsplan

Das Dokument: ein A0-Blatt (3370 × 2384 pt) mit mehreren Ansichten — Keller, EG, OG1 bis OG4 und Dach — plus Schnitt. Keine Maßstabsangabe, kein Maßstabsbalken. Genau der Fall, in dem ein klassisches Werkzeug manuelle Kalibrierung bräuchte.

Maßstab aus Vektormaßen ermittelt

FloorScan liest die Vektorgeometrie des PDFs: Es ordnet jede Maßzahl der annotierten Linie zu und leitet das Pixel-pro-Meter-Verhältnis ab. Hier wurden 147 Maße zugeordnet, der Konsens ergab 85 px/m — exakt 1:100 — ganz ohne angegebenen Maßstab.

Raum- und Öffnungserkennung

Steht der Maßstab fest, erkennt die KI Wände, Türen, Fenster und Räume und berechnet die Flächen. Gedruckte Raumkürzel (MH, OH, KPH…) werden per OCR gelesen und Raumtypen zugeordnet. Jede Ebene wird mit demselben Maßstab separat verarbeitet.

Ergebnis und Export

Das Ergebnis: Flächen je Raum und Ebene, Tür-/Fensteranzahl, Laufmeter Trennwände, exportierbar nach DXF (getrennte Ebenen), Excel und PDF. Wo ein manuelles Aufmaß Stunden dauert, misst sich die automatische Analyse in Minuten, inklusive Prüfung.

Die Grenzen, die man kennen sollte

Exakte automatische Skalierung setzt einen bemaßten Vektorplan voraus. Bei einem Scan ohne Maße und Maßstab fragt FloorScan nach einer Referenz (bekannte Länge oder Gesamtfläche). Und in jedem Fall spiegelt die Analyse den gelieferten Plan wider: Sie ersetzt keine Vor-Ort-Aufnahme, wenn der Bestand vom Plan abweicht.

Auf einem bemaßten Architektenplan ermittelt FloorScan den Maßstab ohne Eingabe und erstellt in Minuten ein nutzbares Aufmaß. Auf einem unbemaßten Plan genügt eine Referenz. Das ist der Wert einer Engine, die auch Unsicherheit meldet.

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